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Demokratie und Religion: Widerspruch oder Vereinbarkeit? Judentum,
Christentum und Islam im pluralistischen Staat

Kann eine Religion, die sich auf göttliche Offenbarung und damit auf überzeitliche Wahrheiten beruft, die
veränderbaren Regeln einer pluralistischen Demokratie anerkennen? Was geschieht, wenn religiöse
Gebote, demokratische Mehrheitsentscheidungen und individuelle Freiheitsrechte miteinander in Konflikt
geraten?

Der Vortrag vergleicht Judentum, Christentum und Islam nicht als starre Blöcke, sondern als vielfältige und
historisch wandelbare Auslegungstraditionen. An konkreten Konfliktfeldern – etwa religiösem Zionismus und
Siedlungspolitik, christlichem Nationalismus und dem Umgang mit sexueller Vielfalt sowie dem
beanspruchten Vorrang islamischen Rechts – wird sichtbar, wie „heilige“ Texte politisch gelesen und zur
Begründung gesellschaftlicher Ordnungen herangezogen werden. Zugleich richtet sich der Blick auf
demokratische Gegenbewegungen innerhalb aller drei Religionen und auf die Frage, wie Gläubige selbst
das Verhältnis von Offenbarung, Menschenrechten und pluralistischer Gesellschaft bestimmen.

Im Zentrum stehen dabei nicht persönliche Glaubensüberzeugungen, sondern öffentliche Machtansprüche:
Welche Rolle darf Religion im politischen Raum spielen? Wann bereichert sie die demokratische
Öffentlichkeit – und wann wird aus religiöser Überzeugung ein Anspruch auf verbindliche Ordnung für alle?

Demokratie und Religion: Widerspruch oder Vereinbarkeit? Judentum,
Christentum und Islam im pluralistischen Staat

Kann eine Religion, die sich auf göttliche Offenbarung und damit auf überzeitliche Wahrheiten beruft, die
veränderbaren Regeln einer pluralistischen Demokratie anerkennen? Was geschieht, wenn religiöse
Gebote, demokratische Mehrheitsentscheidungen und individuelle Freiheitsrechte miteinander in Konflikt
geraten?

Der Vortrag vergleicht Judentum, Christentum und Islam nicht als starre Blöcke, sondern als vielfältige und
historisch wandelbare Auslegungstraditionen. An konkreten Konfliktfeldern – etwa religiösem Zionismus und
Siedlungspolitik, christlichem Nationalismus und dem Umgang mit sexueller Vielfalt sowie dem
beanspruchten Vorrang islamischen Rechts – wird sichtbar, wie „heilige“ Texte politisch gelesen und zur
Begründung gesellschaftlicher Ordnungen herangezogen werden. Zugleich richtet sich der Blick auf
demokratische Gegenbewegungen innerhalb aller drei Religionen und auf die Frage, wie Gläubige selbst
das Verhältnis von Offenbarung, Menschenrechten und pluralistischer Gesellschaft bestimmen.

Im Zentrum stehen dabei nicht persönliche Glaubensüberzeugungen, sondern öffentliche Machtansprüche:
Welche Rolle darf Religion im politischen Raum spielen? Wann bereichert sie die demokratische
Öffentlichkeit – und wann wird aus religiöser Überzeugung ein Anspruch auf verbindliche Ordnung für alle?
  • Gebühr
    16,00 €
  • Kursnummer: BR17593
  • Start
    Di. 27.04.2027
    18:00 Uhr
    Ende
    Di. 27.04.2027
    20:15 Uhr
  • 1 Termin
  • Dozent*in:
    Kai Kaufmann
  • Geschäftsstelle: Online
  • Online
02.10.26 12:37:48