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Kapitalismus und Demokratie – Liebesbeziehung oder brüchige
Zweckgemeinschaft

Kapitalismus und Demokratie gelten häufig als westliches Erfolgsduo: Freie Märkte sollten Wohlstand
schaffen, eine wachsende Mittelschicht politische Freiheit verlangen und Handel autoritäre Staaten öffnen.
Lange galt wirtschaftliche Modernisierung deshalb zugleich als Weg zur Demokratie.

Doch historisch war das Verhältnis weit konfliktreicher: Besitzende Eliten bekämpften die Ausweitung des
Wahlrechts, soziale Rechte mussten politisch erkämpft werden und marktradikale Reformen wurden auch
unter Diktaturen durchgesetzt. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas und die Entwicklung Russlands zeigen
zudem, dass Kapitalismus keineswegs automatisch zu Demokratie führt.

Auch innerhalb demokratischer Gesellschaften bleibt das Verhältnis spannungsreich: Vermögen,
Medienmacht, Lobbyismus und Erbschaften können wirtschaftliche Ungleichheit in politischen Einfluss
übersetzen. Mit den Tech-Eliten der Gegenwart erhält diese alte Frage neue Aktualität.

Der Vortrag verfolgt die wechselvolle Beziehung von Kapitalismus und Demokratie von der
Industrialisierung bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche politischen Regeln braucht
eine Marktwirtschaft, damit aus ökonomischer Freiheit nicht politische Oligarchie wird?

Kapitalismus und Demokratie – Liebesbeziehung oder brüchige
Zweckgemeinschaft

Kapitalismus und Demokratie gelten häufig als westliches Erfolgsduo: Freie Märkte sollten Wohlstand
schaffen, eine wachsende Mittelschicht politische Freiheit verlangen und Handel autoritäre Staaten öffnen.
Lange galt wirtschaftliche Modernisierung deshalb zugleich als Weg zur Demokratie.

Doch historisch war das Verhältnis weit konfliktreicher: Besitzende Eliten bekämpften die Ausweitung des
Wahlrechts, soziale Rechte mussten politisch erkämpft werden und marktradikale Reformen wurden auch
unter Diktaturen durchgesetzt. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas und die Entwicklung Russlands zeigen
zudem, dass Kapitalismus keineswegs automatisch zu Demokratie führt.

Auch innerhalb demokratischer Gesellschaften bleibt das Verhältnis spannungsreich: Vermögen,
Medienmacht, Lobbyismus und Erbschaften können wirtschaftliche Ungleichheit in politischen Einfluss
übersetzen. Mit den Tech-Eliten der Gegenwart erhält diese alte Frage neue Aktualität.

Der Vortrag verfolgt die wechselvolle Beziehung von Kapitalismus und Demokratie von der
Industrialisierung bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche politischen Regeln braucht
eine Marktwirtschaft, damit aus ökonomischer Freiheit nicht politische Oligarchie wird?
  • Gebühr
    16,00 €
  • Kursnummer: BR17590
  • Start
    Do. 15.04.2027
    18:00 Uhr
    Ende
    Do. 15.04.2027
    20:15 Uhr
  • 1 Termin
  • Dozent*in:
    Kai Kaufmann
  • Geschäftsstelle: Online
  • Online
02.10.26 13:52:36